Klimaneutral leben - Klimawandel stoppen
Schon jetzt beschäftigen uns immer wieder katastrophale Unwetter, Überschwemmungen und Wirbelstürme. Das Abschmelzen der Gletscher und des Polareises schreitet voran, der Eisbär verliert seinen Lebensraum und wurde so zur Symbolfigur für die Erderwärmung.
Was in Europa zu Hitzewellen, Orkanen, milden Wintern und einer Veränderung von Flora und Fauna führt, bedeutet für Teile von Asien und Afrika Dürrekatastrophen, Trinkwasserknappheit, Hungersnöte und in Folge davon Flüchtlinge auf der Suche nach Lebensraum.
Wer die Erde vor dem Hitzekollaps retten will, muss bei sich selbst und in seinem Umfeld anfangen - dazu will der Wettbewerb „CO2-Fußabdruck“ motivieren.
Mehrere klimaschädliche Gase beeinflussen die Atmosphäre:
- Kohlendioxid (CO2) und Kohlenmonoxid (CO) spielen beim Treibhauseffekt eine wichtige Rolle und machen 50 bis 60% der schädlichen Klimagase aus. Beide Gase entstehen bei der Verbrennung fossiler Energieträger, also von Kohle, Gas, Öl und Holz. Der Kohlenstoffumsatz ist ein Kreislauf. Bei der Verbrennung kann immer nur so viel Kohlenstoff freigesetzt werden, wie zuvor von den Pflanzen aus der Luft aufgenommen und gespeichert wurde. Da die Menschheit heute aber fossile Rohstoffe, die im Laufe von Jahrmillionen entstanden sind, innerhalb weniger Jahrzehnte verfeuert, gelangt massenhaft Kohlenstoff in die Atmosphäre - viel mehr, als auf natürlichem Wege gebunden werden kann. Die Holzverbrennung ist deshalb klimafreundlicher als die Kohle- oder Ölverbrennung.
- Der Anteil des Methans am Treibhauseffekt liegt bei knapp 20%. In höheren Konzentrationen ist es besonders schädlich. Das Treibhaus-Potenzial ist 21 Mal höher als das von Kohlendioxid. Methan entsteht beim Reisanbau, auf Mülldeponien und durch die Viehzucht. Das Gas entweicht aus dem Verdauungssystem der Wiederkäuer. Außerdem wird das Gas beim Kohlebergbau und beim Auftauen der Perma-Frostböden des nördlichen Eurasiens und Amerikas frei.
- Distickstoff-Oxid hat einen Anteil von 5%, ist jedoch wegen seines großen Treibhaus-Potenzials (310 Mal größer als bei Kohlendioxid) bedeutsam. Es entsteht bei der Verbrennung von Biomasse und beim Einsetzen von Stickstoff-Dünger in der Landwirtschaft.
- Die Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW) sind extrem klimaschädlich und hauptsächlich verantwortlich für die Schädigung der Ozonschicht über der Antarktis. Sie haben ein Potenzial, das rund 15.000 Mal so schädlich fürs Klima ist wie CO2. Nach der Einigung aller Industriestaaten, keine FCKW mehr einzusetzen, hat sich das Wachstum des Ozonlochs über der Antarktis erstmals im Winter 2003 nicht verstärkt. In jüngster Zeit ist das Ozonloch sogar geschrumpft. Allerdings sind noch längst nicht alle FCKW-Gase in der Atmosphäre abgebaut. Ihr Anteil am anthropogenen Treibhauseffekt beträgt circa 17%.
- Ozon ist eine besondere chemische Konstellation von Sauerstoff, die in Spuren überall in der Atmosphäre vorkommt und je nach Konzentration und Ort ihres Auftretens besonders schädlich ist. Ozon in niedrigen Schichten der Erd-Lufthülle hat einen Anteil von 7% am Treibhaus-Effekt. Es entsteht bei der Verbrennung von Öl, Benzin und Gas - vor allem durch Verkehrsmittel.
- Klimaschädlich sind außerdem künstliche Gase und Aerosole, die aus industriellen Prozessen stammen wie Fluorkohlenwasserstoffe und FKW (als Ersatz für FCKW).
- Ebenfalls eine Treibhaus-Wirkung haben Aerosole, das sind feinste Teilchen, die bei Brandrodungen oder in der Industrie entstehen. Sie werden in großen Mengen freigesetzt und in die Atmosphäre geschleudert. Dort sorgen sie dafür, dass sich Wasserpartikel anlagern, Eiskristalle entstehen und somit ebenfalls das Klimageschehen auf unnatürliche Weise beeinflusst wird. Verursacher sind in erster Linie Schwefeldioxid-Emissionen aus Kraftwerken.
Jeder Bundesbürger kann etwas bewirken und dazu beitragen, zumindest eines der klimaschädlichen Gase zu vermindern. 11 Tonnen CO2 pro Bürger und Jahr werden in Deutschland erzeugt, nachhaltig wären 2 Tonnen CO2! Nachhaltig würde bedeuten, jeder Mensch erzeugt nur so viel CO2, wie die Erde kompensiert.
Auf dem Klimagipfel in Kopenhagen wurde an die Verantwortung der Industrieländer erinnert. Sie sind hauptsächlich verantwortlich für die Emissionen, die dafür sorgen, dass Inseln untergehen und Felder verdorren.
Klar ist, dass eine Umstellung des Lebensstils nicht von heute auf morgen möglich ist, deshalb wurde der Klimaschutz-Wettbewerb auch für ein ganzes Jahr konzipiert. Wer sein Konsumverhalten durchforstet, die Heizanlage und die Wärmedämmung des Hauses checkt und verbessert, den Energieträger wechselt und Energie insgesamt einspart, ist schon auf dem richtigen Weg.
Machen Sie eine Klimadiät:
Jede eingesparte Tonne CO2 zählt beim Wettbewerb „CO2-Fußabdruck“ und wird registriert.